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18.06.2020, 12:38 Uhr
Hilferuf der Berliner Frauenhäuser!

Allein die Tatsache, dass Frauenhäuser aus Angst vor Repressalien der Senatsverwaltung von Frau Kalayci sich nicht trauen, an einem offenen Brief zu beteiligen, sagt alles über die aktuelle Situation in Berlin aus. Das ist wirklich unfassbar.

Es geht um den Schutz von Frauen und Kindern, die von Gewalt betroffen sind. Es war in der Coronakrise gut, dass der Senat zeitnah gehandelt hat und zusätzliche Plätze in Hotels angemietet hat. Aber das macht keinen Sinn, wenn das dafür notwendige Personal fehlt. Nachfragen dazu wurden in der letzten Ausschusssitzung (ist als Video auf der Parlamentsseite nachzuverfolgen) abgebügelt. Das Personal sei umgesetzt worden. Woher das Personal kam, blieb offen. Ebenso meine Nachfragen, wie lange die zusätzlichen Plätze angemietet worden seien, und wie sich der Senat die Zukunft der Bewohnerinnen nach Corona vorstelle.

Es besteht die dringende Notwendigkeit ein 8. Frauenhaus einzurichten. Die Istanbulkonvention wird seit Jahren nicht umgesetzt, da hilft kein Schönreden, sondern es müssen konkrete Maßnahmen durch die Senatsverwaltung ergriffen werden.

Es ist völlig inakzeptabel, wie die Senatsverwaltung mit den Mitarbeiterinnen der Frauenhäuser umgeht. Auch sie sind von der Krise betroffen. Einige können wegen der fehlenden Kinderbetreuung nicht arbeiten oder sind selbst Risikogruppe, andere müssen diese Arbeit übernehmen, denn die Bewohnerinnen sind da und benötigen dringend Hilfe und Unterstützung. Es ist mehr Personal notwendig, für die bisherigen Frauenhausplätze und gerade auch für die zusätzlichen Plätze. Eine vom Senat geforderte Vollbelegung der Frauenhäuser ist in der derzeitigen Situation nicht vermittelbar. Es ist ebenso inakzeptabel, dass den Mitarbeiterinnen nicht das notwendige Hygiene- und Desinfektionsmaterial für die Bewohnerinnen und sich selbst zur Verfügung gestellt wird.

Es bedarf eindeutig mehr Wertschätzung der Arbeit der Mitarbeiterinnen in den Frauenhäusern durch die Senatsverwaltung. Die Auszahlung einer Coronaprämie für die Mitarbeiterinnen, die während der Krise Tag für Tag für die von Gewalt betroffenen Frauen und Kinder tätig waren, könnte ein Anfang dazu sein.

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