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02.11.2011, 16:10 Uhr
Piraten fordern Löschung kinderpornographischer Seiten im Netz
Stellungnahme zu meinem Artikel in der Oktoberausgabe des "Dörferblick"
Die Aussage in meinem Artikel, die Piratenpartei setze sich in ihrem Programm für freien Zugang zu Kinderpornographie im Internet ein, ist unglücklich formuliert und so nicht richtig.
Ich war der Auffassung, dass durch die von den Piraten verfolgte konsequente Ablehnung jeglicher Zensur im Internet auch der freie Zugang zu Kinderpornographie billigend in Kauf genommen wird. Im Programm der Piraten habe ich viele Punkte zur Ablehnung der Zensur im Internet gefunden aber keine Äußerung zur Verurteilung von Kinderpornographie im Internet oder Vorschläge zur deren Bekämpfung.
Durch hunderte von emails, als Reaktion auf meinen Artikel, ist mir deutlich geworden, dass es offensichtlich Ziel vieler Mitglieder oder Anhänger der Piraten ist, kinderpornographische Seiten komplett zu löschen.
Dieses Anliegen unterstütze ich ausdrücklich und nachhaltig. Vielleicht trägt die Diskussion über meinen Artikel auch dazu bei, diese Position vieler Piraten und anderer Aktiver, die sich für die Entfernung von dokumentiertem Kindesmissbrauch im Internet engagieren, in der Öffentlichkeit deutlicher zu machen.
Sollte es durch meine Äußerungen zu Irritationen gekommen sein, bedaure ich dieses.

p.s.
Ich würde es sehr begrüßen, wenn die Forderung nach Löschung von Internetseiten mit dokumentiertem Kindesmißbrauch auch in das Programm der Piratenpartei aufgenommen werden würde und nicht nur als Meinung vieler Mitglieder wahrgenommen wird.


Und hier dazu eine email aus dem Bundesvorstand der Piratenpartei:

Sehr geehrte Frau Vogel,
 
ich erlaube mir Sie darauf hinzuweisen, dass die Position "Löschen statt Sperren" mitnichten nur die Meinung "viele[r] Anhänger und Mitglieder der Piraten" ist, wie Sie dies behaupten.
 
Im Gegenteil ist dies bereits seit (mindestens) Juni 2009 die offizielle Partei-Position, und war im Übrigen DER wesentliche Auslöser für die Mitgliederexplosion im Vorfeld der Bundestagswahl.
 
Siehe
 
 
Ich bitte Sie darum, dies nun endgültig richtig zu stellen.
 
mit freundlichen Grüßen
 
Matthias Schrade
 

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